Allgemein AdK on 17 Dez 2008 03:52 am
EMBEDDED ART. Kunst im Namen der Sicherheit
Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin, und der Künstlergruppe BBM
24. Januar bis 22. März 2009
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Tel. (030) 200 57-1000
Di – So 11-20h, Eintritt: Euro 6, ermäßigt Euro 4
am 1. Sonntag im Monat Eintritt frei, Besucher unter 18 Jahren Eintritt frei
www.adk.de/embeddedart (online ab Mitte Dezember)
gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
Die erste Ausstellung im Jahr 2009 widmet die Akademie der Künste, Berlin, einem aktuellen und hoch politischen Thema. EMBEDDED ART beschäftigt sich mit den Bedrohungen eines freien öffentlichen Lebens nach den Anschlägen von 9/11, Madrid, Moskau und London. Vor diesem Hintergrund haben die Kuratoren Olaf Arndt, Moritz von Rappard und Janneke Schönenbach von der Künstlergruppe BBM sowie Cecilia Wee internationale Künstler beauftragt, auf die aktuelle Situation zu reagieren. EMBEDDED ART zeigt ausschließlich Arbeiten, die „eingebettet“, vor Ort, realisiert wurden und richtet den Fokus auf das Konfliktfeld von Terror und Angst, auf Sicherheit und Kontrolle. EMBEDDED ART ist das Arbeitsprinzip, „Kunst im Namen der Sicherheit“ das Thema des Projektes.
Die Ausstellung im Akademie-Gebäude am Pariser Platz beleuchtet mit über 30 Auftragsarbeiten vielfältige Facetten des Themas und bietet spannende Einblicke in aktuelle Tendenzen zeitgenössischer Kunstpraxis. Künstler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Japan, Südafrika, Italien und Slowenien sind mit Malerei, Videokunst, Medienkunst, Fotografie, Musik und Hörspiel vertreten.
Die Videokünstler Korpys / Löffler filmen einen Workshop der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei, bei dem die Beamten im Umgang mit der Elektroschockwaffe Taser geschult werden. Der Maler Moritz ® porträtiert „Five Peace-Monsters“, fünf Protagonisten neuer Technologien politischer Kontrolle. Die Fotografin Christina Zück reist nach Karachi, wo sie die „Psychogeografie“ eines Ortes auf der „Achse des Bösen“ aufzeichnet und dafür mit dem pakistanischen Fotografen Zahid Hussein kooperiert. Die britische Kultgruppe Kode 9 (aka Steve Goodman) und Toby Heys lassen in ihrer Installation „Unsound“ eine künftige Kriegsführung mit Schallwaffen physisch fühlbar werden. Gezeigt werden u.a. auch Arbeiten von Peter Kennard, Jörg Möller, Gunter Rambow, Heidi Specker, Akademie-Präsident Klaus Staeck & REMOTEWORDS, Timm Ulrichs, Omar Vulpinari.
Die Präsentation der Ausstellung nimmt das Thema Sicherheit zentral auf und macht es so für die Besucher erfahrbar. In den Ausstellungssälen der Akademie sind nur die Projektionen der Werke zu sehen, die mit moderner Überwachungstechnik aus den gesicherten Untergeschossen des Gebäudes übertragen werden. Der Besucher hat die Wahl: Die Säle stehen für einen geringen Eintrittspreis offen. Die Originale sind nur in einer von Wachpersonal begleiteten Führung durch den Sicherheitsbereich zu sehen.
Begleitend finden Führungen, Diskussionen, Filmvorführungen und Interventionen im öffentlichen Raum statt. In der temporär eingerichteten „Bar zur Inneren Sicherheit” diskutieren jeweils freitags beteiligte Künstler und weitere Gäste. Im Verlag argobooks erscheint ein umfangreicher Katalog.
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